Die Große Kreisstadt Tübingen am Neckar verfügt über eine ganze Reihe an imposanten Bauwerken, idyllischen Plätzen und sehenswerten Museen. Daher ist Tübingen nicht nur ein reizvolles Urlaubsziel, sondern auch ein Anlaufpunkt für Tagesausflügler. Über der charmanten Altstadt mit den schönen Fachwerkhäusern thront das Schloss Hohentübingen, das im Jahr 1078 als Burg der Grafen von Tübingen erstmals schriftlich Erwähnung fand, im 16. Jahrhundert im Stile der Renaissance umgestaltet und Anfang des 17. Jahrhunderts erweitert wurde.
Jeder der sich für die architektonischen Schönheiten alter Bauwerkskunst interessiert, der sollte sich Tübingen einmal ganz genau ansehen. Nur in wenigen anderen Städten gibt es noch eine solche Vielzahl an sehr alten Gebäuden zu bewundern.
Inzwischen beherbergen die historischen Räumlichkeiten des Schlosses Hohentübingen ein Museum, das sich denkmalorientierten Wissenschaften und deren Lehrsammlungen widmet. Auf einer Ausstellungsfläche von etwa 2.000 m² präsentiert das Museum Schloss Hohentübingen gut 4.600 Exponate - unter anderem aus den Bereichen Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie (Kultur der Römer, Etrusker und Griechen), Ägyptologie und Münzkunde - welche sowohl den Studierenden als auch den Laien faszinieren. Thematische Sonderausstellungen runden das Museumsangebot ab. Darüber hinaus bietet Schloss Hohentübingen das passende Ambiente für Lesungen, musikalische Veranstaltungen und Vorträge. Besucher genießen von der Anlage eine schöne Sicht auf die Stadt und die Umgegend.
Unterhalb des Schlosses befinden sich der Marktplatz mit dem Tübinger Rathaus - eine astronomische Uhr ziert jenes - und dem Neptunbrunnen, das frühere Augustinerkloster und heutige Evangelische Stift, an dem beispielsweise Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Eduard Mörike lebten und studierten, sowie die mächtige Stiftskirche. Der im 15. Jahrhundert zum Teil unter Einbeziehung einer Vorgängerkirche errichtete Sakralbau birgt eine wertvolle Ausstattung und beeindruckt somit von außen wie von innen. In der Stiftskirche, deren Turm einen guten Blick über Tübingen gewährt, finden neben Gottesdiensten und Musikgottesdiensten auch Konzerte statt.
Anziehungspunkte sind daneben der „Herzogliche Fruchtkasten“, welcher zu den ältesten und schönsten Bauten der Universitätsstadt gehört, der aus dem 14. Jahrhundert stammende Fachwerkbau „Nonnenhaus“, das Wilhelmsstift (einstige Ritterakademie - Collegium illustre), das Kornhaus - heute Stadtmuseum mit dauerhaften und wechselnden Ausstellungen - und der Hölderlinturm.
Der auf einem Wehrturmsockel der Stadtmauer erbaute Hölderlinturm war zwischen 1807 und 1843 Wohnstätte des Dichters Friedrich Hölderlin. Heute befindet sich hier ein Museum, das sich mit dem Leben und Wirken des bedeutenden Lyrikers befasst. Die „Neckarfront“ mit dem Hölderlinturm ist ein beliebtes Fotomotiv, eine herrliche Aussicht auf jenes Wahrzeichen bietet die Platanenallee mit dem historischen Baumbestand.
Das Auto- und Spielzeugmuseum Boxenstop, das auf gut 900 m² funktionstüchtige Motorräder, Autos, Fahrräder und Spielzeug - vom Rennwagen über den Oldtimer bis hin zur Modelleisenbahn - zeigt, sollte ebenfalls nicht versäumt werden. Die privaten Sammler organisieren überdies diverse Veranstaltungen rund um den motorisierten Untersatz, darunter das Oldtimertreffen RETROMOTOR.
Kunst- und Kulturfreunde kommen in der Kulturhalle in der Altstadt - lokale Künstler - sowie in der Kunsthalle auf ihre Kosten. Letztere stellt Werke der klassischen Moderne sowie zeitgenössische Kunst aus.
Dies sind bei Weitem jedoch nicht alle Sehenswürdigkeiten von Tübingen, schließlich gibt es ja auch noch die Jakobuskirche als Station des Jakobswegs, die Mineralogische Schau- und Lehrsammlung und den Botanischen Garten der Universität, die St. Johanneskirche, den Bismarckturm und vieles mehr.
Ebenso lohnt ein Abstecher in die Tübinger Stadtteile, beispielsweise nach Bebenhausen - der „Perle des Schönbuchs“ - mit der ehemaligen Zisterzienserabtei, die einst zu den wohlhabendsten Klöstern des Landes gehörte und später teilweise den württembergischen Königen als Jagdresidenz diente. Weitere Attraktion sind der Naturpark Schönbuch mit Schaugehegen und Lehrpfaden, das Naturschutzgebiet Bühler Tal, die St. Ägidiuskirche in Hirschau und das Isinger Dorfmuseum in Unterjesingen - um nur einige zu nennen.
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